Grundschule Kissing

Kissinger Grundschüler spenden für Mary´s Meals

Mit 15 Euro einem Kind ein Jahr lang eine Schulspeisung ermöglichen

Seit Anfang des Schuljahres beteiligte sich die Grundschule Kissing an einer Spendenaktion für Mary´s Meals. Diese Hilfsorganisation hat sich zum Ziel gemacht, dass jedes Kind täglich eine Mahlzeit in der Schule erhält und dass jene, die mehr haben als sie benötigen, mit denen teilen, denen sogar das Nötigste zum Leben fehlt.

Also haben die Schüler in jedem Klassenzimmer eine kleine Spendenbox aufgestellt, die sie immer wieder mit kleinen Geldbeträgen gefüllt haben. Ein paar Cent, Hosentaschengeld, mit dem man sich nichts mehr kaufen kann, das eh nur in der Kleigelddose landet. Wenn viele Kinder ihre paar Cent, die vom Einkauf mit dem Taschengeld übrig geblieben sind, spenden, dann kann doch ziemlich schnell eine größere Summe zusammen kommen. Und so füllten sich die kleinen Spendenboxen so rasch, dass in vielen Klassen sogar mehrere Schachteln gefüllt werden konnten.

Am letzten Schultag vor Ostern fand die feierliche Übergabe der Spendenboxen statt. Baronin Teresita von Gumppenberg, Beauftragte der weltweit agierenden Hilfsorganisation „Mary’s Meals“ kam an die Grundschule Kissing um die Spendenboxen persönlich entgegenzunehmen. Begrüßt wurde sie von Rektor Hermann Kollmansperger und den Schülern der ersten und zweiten Klassen. Nach dem gemeinsamen Lied "Viele kleine Leute" erzählte die Baronin den Schulkindern von den Kindern in Südostafrika, die nicht genug Geld haben, um sich etwas zu essen kaufen zu können, die arbeiten müssen um den Lebensunterhalt ihrer Familie sicherzustellen und deshalb nicht in die Schule gehen können, zu der sie ohnehin schon drei bis vier Stunden Fußweg zurück legen müssen. Während den Erzählungen herrschte in der Aula der Schule gespannte Aufmerksamkeit. Für die Schulkinder waren diese Schilderungen unvorstellbar. So führte die Baronin weiter aus, dass sich die Hilfsorganisation "Mary´s Meals" zum Ziel gesetzt hat, jedes Kind in den ärmsten Ländern Afrikas und hoffentlich bald schon weltweit, mit einer warmen Mahlzeit am Tag zu versorgen. Kein so abwechslungs- und umfangreiches Essen, wie wir es kennen, sondern ein einfacher Brei, mit allen Nährstoffen, die ein Kind zum Wachsen und auch zum Lernen braucht. Da staunten die Schulkinder erst einmal. Warum denn zum Lernen? Ein Schulbesuch ist ihnen doch nicht möglich!? Doch - und hier tritt der Ort der Essensausgabe in den Blickwinkel. Die Kinder können sich ihre Mahlzeit nämlich in der Schule abholen, wo freiwillige Helfer, meist Mütter und ehrenamtliche Mitarbeiter das Essen gekocht haben und verteilen. Im Anschluss werden die Kinder in der Schule unterrichtet, ebenfalls von ehrenamtlichen Helfern, Eltern und Lehrern. Die Essensausgabe in der Schule zieht viele hungrige Kinder an, die sonst keine Schule besuchen können, da sie arbeiten oder betteln müssen, um zu überleben.

Im Anschluss an diese Schilderungen überreichten die Kinder der Klasse 1b 37 Spendenboxen mit insgesamt 534,75 €. So haben es die Kissinger Grundschüler geschafft, dass 35 Kinder in Südostafrika ein Jahr lang mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden können.

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