Grundschule Kissing

Die große Wörterfabrik

Wer zwischen "Hundekaka" und "Hasenpipi" im Müll nach Worten sucht, lebt vermutlich im Land der großen Wörtertfabrik und hat kein Geld. Denn im Land der großen Wörterfabrk ist sprechen teuer. Jedes Wort, das gesagt werden möchte, muss gekauft werden, oder man findet es mit viel Glück. Paul kann sich kaum Wörter leisten, würde Marie aber gerne sagen, wie lieb er sie hat. Diese Geschichte über den Wert der Sprache und des Fühlens miteinander zeigte das Stadttheater Augsburg in einer Opernfassung von Martin Zels im Martinipark.

Eine singende Erzählerin führte die Kinder durch das Land der großen Wörterfabrik. Buchstaben und Wörter tauchten als Projektionen auf einer schwarzen Stoffwand auf, flogen zwischen Seifenblasen an Angeln hängend durch die Luft oder wurden von den Akteuren als Kekse verschluckt. Die Kinder konnten leicht nachempfinden, wie es Paul ergehen mag - verliebt, aber wortlos, weil ohne Geld. Sie wurden eingeladen mitzumachen, durften sich von den Angeln die Silben abzupfen und zu Wörtern zusammensetzen.

Ganz nah an der Musik durften die Kinder sitzen. Rhytmische Passagen mit großem Schlagwerk wechselten sich mit sphärischen Klängen auf der Geige, dem Cello und dem Marimbaphon ab. Im dunklen Raum erschienen und verschwanden die Schauspieler tanzend, ein beeindruckend hoher "Wörterfabrik-Turm", aus dem ein langer schwarzer Arm Wörter zum Verkauf anbot wurde durch den Raum gefahren. So entstand eine faszinierende und zugleich etwas unheimliche Atmosphäre, die die Kinder trotz moderner Klänge und manchmal befremdlich anmutender Stimmung ununterbrochen in ihren Bann zog.

Nur von der singenden Erzählerin konnten sich manche Kinder nicht überzeugen lassen. Da sie aber im Vorfeld schon das Bilderbuch "Die große Wörterfabrik" kennengelernt hatten, rückte der gesungene Text eher in den Hintergrund ihrer Kritik. "Mir haben die Kostüme so gut gefallen" oder "Die Seifenblasenmaschine fand ich toll" oder "Mir hat gefallen, dass wir die Wörter von den Angeln zusammensetzen durften", waren die Reaktionen der Kinder.

 

Die zweiten Klassen fahren ins Naturmuseum nach Augsburg

Die letzten Wochen haben sich die zweiten Klassen im HSU-Unterricht mit dem Thema Igel befasst. Auch andere Tiere werden in unserem Lesebuch im Deutschunterricht behandelt. Dehalb bot sich ein Besuch im Natumuseum geradezu an. Auf vier Etagen gab es Tiere aus aller Welt, Mineralien und Skelette zu sehen. Bei einer Ralley mussten die Kinder gezielt Ausstellungsgegenstände suchen und die Hinweisschilder lesen. So ergab sich ein Lösungswort. Wer das richtig hatte nahm an einer Verlosung teil und konnte einen kleinen Preis gewinnen.

             

Gleichzeitig fand auch die Sonderausstellung "Fastzination Spinnen" statt. Hier waren riesige behaarte Spinnen zu sehen, Skorpione und Tausendfüßler. Wer mutig war und wollte, durfte sogar eine Spinne auf die Hand nehmen.

 

Besuch am Lehrstuhl für Experimentalphysik

Viele interessante Versuche zum Thema Luft und Magnetismus durfte die Klasse 2a am Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Univerität in Augsburg miterleben. Dazu wurde unsere Klasse direkt vom Lehrstuhl eingeladen, mit dem Bus abgeholt und wieder zurück gebracht.

 

Die Kinder durften bestaunen, wie ein Schaumkuss im Vakuum wächst, dass Luft flüssig wird, wenn sie auf über minus 200°C abgekühlt wird, dass eine Rose in tausend Stücke zerfällt, wenn man sie in diese flüssige Luft hält und wenn man gekühlte Chips isst, einem kalter Nabel aus der Nase kommt.

  

Ein schwebender Zug war vor allem für die Jungs interessant. Jedes Kind durfte einen Magneten und zwei Rohre mit nach Hause nehmen. Eines aus Kupfer, eines aus Plastik. Wenn man den Magnet durch die Rohre auf den Boden fallen lässt, fällt er schneller durch das Plastikrohr, als durch das Kupferrohr.

  

Höhepunkt war das selbst gemachte Schokoladeneis. Ruckzuck, ohne Gefrierschrank. Nur mit flüssiger Luft, Sahne, Schokolade und Zucker. Aber mit Handschuhen, weil sonst die Finger im wahrsten Sinne des Wortes abfallen.

 

Vielen Dank an Herrn Dr. Hammerl vom Lehrstuhl für Experimentalphysik für diesen tollen Schulvormittag.

 

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